11. April 2022

Barock-Musik einmal anders

Im Kulturschock-Konzert vom 10. April zauberten eine Sängerin und 5 Streicher mit ihren Musikschülerinnen erfrischende Barockmusik ins Schloss.

Wie modern, aufwühlend und ergreifend Barockmusik klingen kann, das machte das Schlosskonzert vom 10. April im Festsaal erlebbar. Ein professionelles Ensemble namens Kulturschock, das sonst oft an Orten wie Bars oder im Freien musiziert, die für klassische Musik unüblich sind, eröffnete im barock stuckierten Festsaal neue Zugänge zu Vivaldi und Bach. Zur Lebendigkeit trugen Eigenkompositionen von Cyrill Greter und Gabriel Miranda bei. Stilistische Übergänge von Barock zu Jazz und Romantik wurden fliessend. Und besonders reiz- und verdienstvoll: fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler der auftretenden Profis wirkten bei einigen Stücken mit, beispielsweise beim "Frühling" aus dem berühmten Violinkonzert und beim klangmächtigen Konzert für zwei Celli von Vivaldi, als Solisten beim Doppelkonzert von Bach oder als Begleitung bei Arien aus Opern von Händel und Purcell. Zum Schluss entliess Gabriel Miranda das zahlreiche Publikum mit einem Stück für Violine solo des kaum bekannten deutschen Barockkomponisten Westhoff. Es schien als wollte diese unerhört modern wirkende Musik auf das abendliche Glockenläuten der Schlosskapelle antworten.

Mitwirkende:
Lydia Opilik, Sopran und Violine, Gabriel Miranda und Stéphanie Scalbert, Violine, Cyrill Greter, Viola, Erica Nesa und Serverin Suter, Cello.
Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Hitzkirch, Oberseetal, Michelsamt und aus Zofingen.